Wissensfragen zu Macht und Interesse

 

1) Wieso ist es der Projektleiterin und dem Projektleiter geraten, die persönlichen Beziehungen und informellen Kanäle in der Organisation zu berücksichtigen?

Um Chancen und Möglichkeiten bezüglich der Projektdurchführung zu erkennen.

 

2) Was bedeutet partizipative Strategie, was bedeutet diskursive Strategie und was bedeutet repressive Strategie hinsichtlich Stakeholder Management?

Partizipative Strategie
Die Stakeholder werden vom Projektleiter intensiv in Kommunikationsprozesse eingebunden und an wichtigen Entscheidungen im Projekt beteiligt. Die Kommunikation erfolgt dabei häufig im Dialog, also wechselseitig. Diese Strategie ist für mächtige Stakeholder, insbesondere für den oder die Auftraggeber geboten.

Diskursive Strategie
Diese Strategie eignet sich besonders für Stakeholder, die einen hohen Einfluss geltend machen können, aber dem Projekt eher skeptisch oder kritisch gegenüber stehen. Hier wird ein intensiver Diskurs angestrebt mit dem Ziel, bestehende Vorbehalte auszuräumen oder abzuschwächen und einen negativen Einfluss auf das Projekt im Vorfeld zu vermeiden.

Repressive oder auch restriktive Strategie
Diese Handlungsmaxime wird auf Stakeholder angewendet, deren Einfluss auf das Projekt eher begrenzt ist. Hier muss man darauf achten, dass der Aufwand für die Behandlung der Stakeholder angemessen bleibt. Dies kann meist durch den Verzicht auf beidseitige Kommunikation erreicht werden. Die Stakeholder werden vielmehr durch Newsletter, Präsentationen und Bekanntmachungen regelmässig informiert.

 

3) Womit muss die Projektleitung im laufenden Projekt hinsichtlich des Einsatzes von Macht und Politik rechnen?

Projektbeteiligte werden versuchen, die Interessen und ihre Vorstellungen zum Verlauf und Ergebnis des Projektes mit Nachdruck einzubringen. Es hängt aber wesentlich vom Geschick des Projektleiters und der Machtkonstellation ab, die das Projekt umgibt, ob wie sich das ganze nutzen lässt oder wie es eine ggf. negative Eskalationen zu verhindern gilt. die Frage nach der dafür geeigneten Strategie ist hier von wesentlicher Bedeutung.

 

4) Nennen Sie drei Umfeldfaktoren für ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt.

  • Wettbewerb
  • rechtliche Vorschriften
  • Aktueller Stand der weltweiten Entwicklungsergebnisse
  • vorhandene Technik
  • Politiker
 

5) Wie kann sich der Projektleiter in einer Stab-/Linienorganisation durchsetzen?

Der Projektleiter verfügt in dieser Organisationsform vorübergehend über die Befugnisse seines Vorgesetzten, der zur Unternehmensleitung oder dem oberen Management eines Unternehmens gehört. Diese geliehene Macht kann er nutzen, um sich gegenüber höhergestellten Managern durchzusetzen.

 

6) Nennen Sie drei Umfeldfaktoren eines Organisationsprojektes.

  • Betriebsrat
  • Auftraggeber
  • Kunden
  • Restrukturierung