Tipps, um sich auf ein Assessment vorzubereiten

Die Bewerbung um eine Führungsposition kann in den letzten Phasen des Auswahlprozesses ein Assessment beinhalten. Dieser Blog-Post bietet nützliche Informationen, um Unsicherheiten und Mythen rund um Assessments zu klären.

Was ist ein Assessment? Ein Assessment, zu Deutsch «Beurteilung» oder «Einschätzung», bewertet persönliche und berufliche Kompetenzen von Bewerbenden. Früher wurde vor allem der Kandidat geprüft, doch in einem veränderten Arbeitsmarkt stehen nun beide Seiten auf dem Prüfstand. Moderne Assessments entwickeln sich zu einem Ort, an dem die Passung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam überprüft wird.

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Inhalte eines Assessments: Ein Einzel-Assessment besteht aus verschiedenen Teilen:

  1. Interviews: Bewerber werden zu Motivation und aktueller Situation befragt. Themen variieren je nach Interesse der Arbeitgeberfirma.
  2. Interaktive Übungen: Rollenspiele oder Präsentationsübungen, die Konflikte oder schwierige Mitarbeitergespräche simulieren. Direktes Feedback oder eine spätere Rückmeldung sind üblich.
  3. Persönlichkeitsprofile: Vor dem Assessment werden Online-Fragebögen zur Persönlichkeit ausgefüllt. Die Ergebnisse werden besprochen, um die Fähigkeit zur selbstkritischen Reflexion zu testen.
  4. Fallstudien: Analytische Fähigkeiten, strategisches Denkvermögen und Problemlösungskompetenzen werden anhand realer Fallstudien geprüft.
  5. Postkorbübungen: Selten durchgeführt, testen diese Übungen Organisations-, Handlungs- und Entscheidungsfähigkeiten, besonders unter Zeitdruck.

Beste Verhaltensweise beim Assessment: Ratgeberliteratur zu Assessments kann nervös machen und von der Authentizität abbringen. Stattdessen sollte man sich auf Folgendes konzentrieren:

  1. Inhaltliche Vorbereitung: Ein grundlegender Blick auf die Firmenwebsite ist sinnvoll, ohne den letzten Geschäftsbericht auswendig zu lernen.
  2. Selbstdarstellung: Bemühe dich, dich von deiner besten Seite zu zeigen, ohne zu übertreiben. Ehrlichkeit und Offenheit werden geschätzt.
  3. Authentizität: Versuche nicht, eine fiktive Persönlichkeit zu präsentieren, sondern sei du selbst. Erfahrene Assessoren erkennen schnell Unauthentizität.
  4. Körperliche Verfassung: Komm ausgeruht und pünktlich zum Assessment. Der Tag wird anspruchsvoll sein.
  5. Kleiderwahl: Pünktlichkeit und angemessene Kleidung sind wichtig. Im Zweifelsfall ist «over-dressed» besser als «under-dressed».
  6. Interesse an Weiterentwicklung: Zeige offen, wenn du an persönlicher Weiterentwicklung interessiert bist, aber nur, wenn es authentisch ist.
  7. Selbstakzeptanz: Niemand ist perfekt. Zeige Schwächen und gebe Fehler zu, aber übertreibe nicht mit Selbstkritik.

Nach dem Assessment: Je nach Ergebnis erhältst du früher oder später ein Feedback. Bei Erfolg freue dich über die erreichte Position und feiere den Erfolg. Bei Misserfolg bedenke, dass Feedback subjektiv ist und nimm es als Chance zur Weiterentwicklung an, wenn es für dich sinnvoll erscheint. Übernimm die Verantwortung für deine Entscheidungen.